Am Rinderstall
Wir betreiben bei uns am Hof „Mutterkuhhaltung“ mit Limousin-Rindern.
Diese extensive Form der Rinderhaltung dient der Fleischerzeugung.
Die Milch der Mutterkühe wird hierbei also nicht gemolken und verkauft - sie ist stattdessen allein den Kälbern vorbehalten.
Die kommen in der ersten Jahreshälfte zur Welt und bleiben etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr an der Seite ihrer Mutter.
Im April geht es dann in kleinen Trupps raus auf die Weiden im schönen Wurmtal, wo die Herde den Sommer verbringt.
Im Herbst, wenn die Weiden nicht mehr genügend Futter bieten, geht es dann zurück in den Stall.
Diesmal wird die komplette Herde auf einmal getrieben. Da heißt es gut aufpassen, dass alle beisammen bleiben und auch den richtigen Weg einschlagen.
Zurück am Hof werden die Jungrinder und Mutterkühe dann getrennt in unseren Offenställen untergebracht.
Die Kühe sind zu diesem Zeitpunkt nämlich bereits mit dem nächsten Kalb tragend - dafür sorgen die Bullen den Sommer über auf natürlichem Wege.
Im folgenden Jahr kommen die einjährigen Rinder auf eine hofnahe Weide, bis sie im Herbst, im Alter von etwa 20 Monaten, schließlich ihr Schlachtgewicht erreichen.
Als Wiederkäuer erhalten unsere Tiere fast ausschließlich Futter auf Basis von Gras - ob auf der Weide, oder in Form von Heu oder Silage.
Wenn du nach links schaust, siehst du die gestapelten großen Ballen, die sogenannte "Heumiete".
Das ist unser Winterfutter-Lager, das wir über den Frühling und Sommer auffüllen.
Durch die naturnahe Fütterung ohne Kraftfutter wachsen die Tiere zwar langsamer, ihr Fleisch ist jedoch qualitativ sehr hochwertig.
Antibiotika zur Vorbeugung oder andere Leistungsförderer bekommen unsere Tiere selbstverständlich nicht.
Etwa alle 6 Wochen wird eines der Rinder in bio-zertifizierten Schlachthöfen in der Nähe geschlachtet.
Nach der Fleischreife übernimmt Mels Metzgerei Schwartz in Würselen die handwerkliche Weiterverarbeitung.
Das Fleisch bieten wir dann in verschiedener Form sowohl im Bioladen als auch zur Lieferung mit der Biokiste an.
Bestimmt hörst du die Kamerunschafe schon hinter dir "meckern". Ihre Wiese samt kleinem Häuschen befindet sich direkt gegenüber.